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Weihnachtsspiel mit Rupert Rigam
"Ludus de nato Infante mirificus" Ein Weihnachtsspiel von Carl Orff Lesung mit Rupert Rigam

In seinem „Ludus de natoInfante mirificus” dem „wundersamen Spiel der Geburt des Kindes” ist Carl Orff (1895-1982), einerseits stark der alpenländischen Krippen-spieltradition verpflichtet, sprengt aber andererseits den Rahmen einer oft seichten, biederen Hirtenromantik und macht das Weihnachtsgeschehen als ein weltveränderndes,

kosmisches Ereignis sichtbar.

Mitten zwischen den guten Mächten (verkörpert durch die unsichtbaren Engel) und den Mächten des Bösen (verkörpert durch die Hexen) ist der Mensch eingespannt. Er begegnet uns in der vertrauten Gestalt des Hirten und hat sich, von der Botschaft angerührt, zwischen Glaube und Unglaube zu entscheiden.

Der Träger des Geschehens ist vorwiegend die altbairische Sprache, die bildhaft und hintergründig die tiefen Dimensionen des Weihnachtsgeschehens erlebbar macht. Dieses Weihnachtsspiel ist ein Sprachkunstwerk, das durch die musikalische Begleitung mit Harfe und Gitarre einen besinnlichen Rahmen erfährt.

Carl Orff hat die vier Stücke seines „Bairischen Welttheater” häufig selbst auf großartige Weise vorgetragen. Rupert Rigam hat ihn unter anderem bei einer Lesung im Freisinger Priesterseminar dabei kennen gelernt, war fasziniert und hat seine „Nachfolge” angetreten. Carl Orff hat Rupert Rigam noch zu Lebzeiten mit Lesungen betraut. Dieser ist seit

nunmehr 40 Jahren in diesem Genre mit Lesungen unterwegs.

Musikalisch untermalt wird die Lesung durch alpenländische Volksmusik auf Harfe und Gitarre vorgetragen von Balbina und Franz Hampel (Warngau).

Die Musik stammt nicht aus der Feder von Carl Orff, sondern aus der volksmusikalischen Überlieferung. Orff selbst hat dieser Kombination seiner bairischen Bühnenstücke mit alpenländischer Volksmusik zugestimmt.

 

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