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Weithin bekannt ist die Wallfahrtskirche Allerheiligen heute als Ziel der alljährlich am vierten Sonntag im Oktober stattfindenden Warngauer Leonhardiwallfahrt. Sie gilt als eines der wichtigsten Ereignisse der altbayerischen Brauchtumspflege in unserer Gemeinde. Bauern, Pferde- und Viehbesitzer aus den umliegenden Ortschaften, Reiter, Kutscher und die Honoratioren sammeln sich in einem langen Festzug rund um die Kirche zu Ehren des heiligen Leonhard. Der Einsiedler und Klostergründer aus dem 6. Jahrhundert (Kloster Noblac bei Limoges, Frankreich) gilt als Schutzpatron der Pferde und des Viehs und wird in manchen Regionen zu den Nothelfern gezählt. Der Brauch war auf dem Gebiet der Gemeinde Warngau bereits 80 Jahre lang nicht mehr geübt worden, als er 1983 von einem eigens dafür gegründeten Leonhardikomitee wieder ins Leben gerufen wurde. Höhepunkt der Veranstaltung ist wie in alter Zeit der gemeinsame Gottesdienst unter freiem Himmel auf der Wiese direkt vor der Kirche. Herrliche Pferde, prächtig geschmückte Gespanne und Wagen, festliche Trachten und eine stetig wachsende Zahl an Zuschauern bieten den entsprechenden Rahmen für dieses herausragende Ereignis im Gemeindeleben.
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