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Steinadlerwanderung

Was viele nicht wissen: in dem touristisch gut erschlossenen Landkreis Miesbach leben und brüten Steinadler. Um diese Tiere zu erhalten und auch, um die Attraktivität des Landkreises zu steigern, betreibt die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee im Rahmen ihres Engagements für den Landkreis ein spezielles Artenschutzprojekt, das von Fachleuten betreut wird.

Zu den Kernpunkten des Förderprojektes der Kreissparkasse gehört die enge Kooperation zwischen Naturschützern und Naturnutzern. Wichtig ist dabei auch die umfassende Einbindung und Information der Bevölkerung, Stichwort Umweltbildung. Die Natur soll nicht vor den Menschen, sondern vielmehr für die Menschen geschützt werden. Dies ist gerade auch in Bezug auf die Förderung des Tourismus in der Region wichtig.

Geführte Wanderungen

Damit die Bevölkerung und besonders Besucher des Landkreises auch einen anschaulichen Eindruck von den Steinadlerrevieren bekommen, bietet die Kreissparkasse zwischen Mai und Oktober regelmäßig jeden Dienstag und Mittwoch insgesamt über 50 geführte Erlebniswanderungen in das Reich des Steinadlers an.

Diese Erlebnis-Wanderungen werden von speziell ausgebildeten Fachleuten durchgeführt. Sie finden nur auf bestehenden Wanderwegen statt, so dass die Adler hierdurch nicht gestört werden. Auch wenn ein direkter Sichtkontakt nicht immer garantiert werden kann, erfährt man von dem geschulten Fachpersonal auf den landschaftlich schönen, familienfreundlichen Routen alles über den „König der Lüfte" sowie die heimische Tier- und Pflanzenwelt insgesamt und wie sich der Mensch verhalten soll, um ihn nicht zu stören und die heimischen Naturschönheiten zu erhalten. Das Wissen wird somit nicht in der Theorie weitergegeben, sondern als praktische Umweltbildung vor Ort vermittelt.

Die Führungen werden von der Kreissparkasse für die Besucher kostenlos angeboten und für alle offen. Strecken und Zeiten der Wanderungen können auf der Internetseite der Homepage der Kreissparkasse http://www.ksk-mbteg.de/ oder unter http://www.steinadler-info.de/ abgerufen werden. Nach Abschluss der Wanderungen und Beobachtungen besteht die Möglichkeit zur Einkehr in der näheren Umgebung.

Für alle, die selbständig Wanderungen in die Reviere der Steinadler unternehmen möchten, hat die Kreissparkasse zudem einen Flyer herausgegeben, in dem neben Informationen zum Steinadler auch vier Wanderwege bei Bad Wiessee und Bayrischzell sowie am Wallberg und am Spitzingsee beschrieben sind. Erhältlich ist der Flyer in den Tourismus-Stellen des Landkreises und in den Geschäftsstellen der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Die Touren können auch im Internet aufgerufen und ausgedruckt werden. Sie können den Flyer auch bequem über unsern Prospektversand beziehen.

Die Alpenüberquerung

Einmal zu Fuß über die Alpen – ein Wander- und Naturerlebnis, das man nie vergisst! Seit Sommer 2014 bieten vier Regionen eine neue, einheitlich beschilderte Alpenüberquerungs-Route einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrads an. Die Tourbeschreibung finden Sie im Internet.

Der Südostbayerische Jakobsweg

Die Via Julia, welche ganz im Norden das Oberland berührt, leitet den Radfahrer an, die Spuren der Römer zu suchen. Der neu errichtete Jakobsweg von Salzburg nördlich der Alpen entlang bis Lindau, läuft quer durch die Mitte des Oberlandes und leitet die Pilger an, Spuren des Mittelalters zu entdecken.
Warum quer durch dieses Oberland und nicht weiter im Norden über München oder südlicher über die schon alpine Samerroute über Tegernsee?
Der Klosterort Weyarn war im Mittelalter ein zentraler Kontenpunkt und der südliche Teil des Irschenberges war mit seiner Grabeskirche von Marinus und Anian die große Gnadenstätte für Pilger aus dem Osten. So zogen viele Pilger nicht mit dem Inntal in die Alpen, sondern nördlich entlang, um später in die hohe Alpenwelt einzutreten und diese zu überwinden.
Hatte nun der Pilger von einst den Irschenberg erreicht, so folgte er der Klosterroute gegen Westen. Das große Zentrum Weyarn war das nahe liegende Kloster, bewohnt von den reformierten Regularkanonikern, die sich in ihrer Reformbewegung der Jakobspilger annahmen. Das Kloster von Weyarn war ein größeres der Reformklöster und direkt Salzburg unterstellt. Von daher war es ein religiöses Zentrum.
Weiter gegen Westen liegen etwas südlicher die schon seit 7. Jh. bestehende Jakobsortskirche Gotzing und die schon im 9. Jh. gegründete Jakobskirche Piesenkam. Der Übergang zum nächsten Reformkloster Dietramszell ist dann ein Kurzes. Kurz danach trifft der Jakobsweg auf die Linie der ehemaligen Römerstraße Kempten - Salzburg. Weyarn liegt, weil die Römerstraße den tiefen Taleinschnitt der Mangfall nördlich umgeht, weit südlicher.
Warum aber so ein großes Zentrum? Liegend an einem alten Weg war es von Zeiten der vorherigen Burg noch ein Kreuzungspunkt, der religiös gefüllt wurde. Von Norden kamen aus Ebersberg die Sebastianspilger, nach Süden gingen sie weiter zu den berühmten Reliquien von St.. Quirin zu Tegernsee und Notburgagrab zu Eben in Tirol; vom Osten kamen die Pilger aus dem an Reliquien reichen Dom zu Salzburg über Bad Reichenhall mit der St. Zenoreliqiue und den schon oben erwähnten Irschenberg. Im Westen fanden sie zu Andechs orientalische Reliquien. So kreuzten sich Pilgerwege in diesem Klosterort.
Aber auch die Wege der Mönche und Samer: Weyarn liegt auf der Route von Freising nach Schwaz in Tirol über die Orte Isen, Ebersberg und Grafing, Tegernsee und Achenpass. Ebenso zu einer Route des Salztransportes vom Salzburger Eck nach Schwaben hin.

© Maximilian Bogner und Sabine Stölzl